Page 14 - Terrassendächer und Glashäuser 2019
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 Auch technische Details kommen zur Sprache: Karl Müller jr. (Mitte) im Gespräch mit Kunden.
NEIN SAGEN KÖNNEN
Die Bedeutung des Beratungsgesprächs wird heutzutage unterschätzt. Aber gerade bei der Frage, ob man eigentlich eine Terrassenüberdachung, ein Glashaus oder einen Wintergarten möchte, bleibt die fundierte Beratung von zentraler Bedeutung.
  DER RAT DES HANDWERKERS IST GEFRAGT
Man muss auch mal
Die Firma MConcept aus dem Westen Mün- chens ist einer der renommierten Hand- werksbetriebe der Region. Dieser Ruf ist hart erarbeitet: Bereits in zweiter Generation wird das Unternehmen von Karl Müller jr. geleitet, der seinem Vater nachgefolgt ist. Eine der wesentlichen Grundlagen für den Erfolg und die Verankerung im lokalen Umfeld sieht man vor allem im Aufbau einer ehrlichen Kunden-Handwerker-Beziehung, bei der auch problematische Aspekte nicht ausge- spart werden. Nur so lasse sich auf lange Sicht das nötige Vertrauen aufbauen. Wir haben nachgefragt.
Als eine der wichtigsten Aufgaben sieht Karl Müller die ge- meinsame Erarbeitung eines Projekts in enger Abstim- mung mit dem Kunden. „Der Kunde hat oft keine genaue Vorstellung, wie er seinen Wintergarten oder seinen Glas- anbau nutzen möchte, oder er hat falsche Vorstellungen darüber, was eine von ihm angedachte Überdachung leisten kann. Das mag erst einmal etwas seltsam klingen, ist aber ein wichtiger Tatbestand“, stellt der Firmenchef fest.
Das klassische Beispiel ist hier sicher die Vorstellung, dass man eine Terrassenüberdachung nur mit Seitenele- menten versehen müsse, um einen Raum zu erhalten, der sich wie ein Wohnzimmer nutzen lässt. „Eine irrige An- nahme“, wie Müller erklärt, denn beispielsweise ein fehlen- des Fundament und nicht isolierte Profile können zu Tau- wasserbildung führen und den Traum vom grünen Wohnzimmer zerplatzen lassen.
Ein anderes Beispiel: Wenn ein Terrassendach oder ein Wintergarten nach Süden ausgerichtet ist, kommt man um die Frage einer wirkungsvollen Beschattung und oft einer Belüftung nicht herum. Müller: „Das kann manchmal rich- tig hart sein, wenn man klar sagen muss: Das funktioniert so nicht. Damit werden sie nicht glücklich werden.“
Als seriöser Handwerksbetrieb müsse man auch einmal den Mut haben, Nein zu sagen. Ein Wintergarten oder ein Glashaus heizt sich im Vergleich zu einem normalen Wohn- raum viel, viel schneller auf. Wenn man dann nicht beschat- ten kann, dann funktioniert das nicht, so Müller. Daher ist für Karl Müller auch die Frage nach dem vorhandenen Bud- get kein Tabu: „Wir müssen wissen, welcher Etat zur Verfü- gung steht, um feststellen zu können, ob die gewünschte Nutzung bei den vorhandenen baulichen Gegebenheiten,
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„Urlaub zuhause“ ist ein starker Trend der letzten Jahre. Dabei muss die Umsetzung vor Ort den Nutzungs- wünschen der Bauherren entsprechen.























































































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